Was kostet eine Website für Handwerker?
Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Aber nicht so schwammig, wie das klingt. In diesem Beitrag zeige ich dir, was den Preis wirklich bestimmt, welche drei Preis-Klassen es gibt, welche laufenden Kosten oft vergessen werden, worauf du bei einem Angebot achten solltest und warum die Kostenfrage am Ende die falsche Frage ist.

Warum es keine Pauschale gibt
Würdest du einen Zaun pauschal kalkulieren, ohne zu wissen, wie lang er ist, welcher Typ und wie viele Tore? Eben. Bei einer Website ist es genauso. Eine einfache Seite mit drei Unterseiten ist etwas völlig anderes als eine Seite mit Anfrage-Funnel, Konfigurator und lokaler Suchmaschinen-Optimierung. Der Preis richtet sich nach dem, was die Seite leisten soll, und das ist bei jedem Betrieb unterschiedlich.
Wer dir am Telefon sofort einen Festpreis nennt, ohne deinen Betrieb, deine Ziele und deine Region zu kennen, rät entweder oder verkauft dir etwas von der Stange. Beides ist selten das, was du brauchst. Eine seriöse Antwort beginnt immer mit Fragen: Was soll die Seite leisten? Wie viele Anfragen brauchst du? Welche Leistungen willst du in den Vordergrund stellen? Erst wenn diese Dinge klar sind, lässt sich ein Preis seriös nennen.
Denk an die Website wie an ein Fahrzeug für deinen Betrieb. Ein gebrauchter Kleinwagen, ein neuer Transporter und ein voll ausgebauter Werkstattwagen kosten völlig unterschiedlich, und trotzdem würde niemand fragen, was ein Auto pauschal kostet. Es kommt darauf an, was du damit vorhast.
Die drei Preis-Klassen
Damit du ein Gefühl bekommst, lassen sich Handwerker-Websites grob in drei Klassen einteilen. Jede hat ihre Berechtigung, aber nur eine davon ist wirklich darauf ausgelegt, dir neue Kunden zu bringen.
1. Baukasten zum Selbermachen
Wix, Jimdo und Co. kosten im Monat wenig, oft zwischen 10 und 30 Euro. Das klingt verlockend, aber der niedrige Preis hat einen Haken: Du baust selbst, du textest selbst, du kümmerst dich selbst. Das Ergebnis sieht meist nach Vorlage aus, und genau das spüren auch deine Besucher.
Der eigentliche Nachteil ist aber ein anderer: Diese Seiten sind selten darauf ausgelegt, Anfragen zu erzeugen. Sie zeigen, dass es dich gibt, mehr nicht. Du sparst Geld und zahlst mit deiner Zeit und mit Aufträgen, die woanders landen. Für einen Betrieb, der nur eine digitale Visitenkarte braucht, kann das reichen. Für einen Betrieb, der wachsen will, ist es selten genug.
2. Standard-Agentur
Eine klassische Agentur baut dir eine ordentliche, individuelle Seite. Sie sieht gut aus und ist professionell gemacht. Häufig ist sie aber eine digitale Visitenkarte in schön: Sie präsentiert deinen Betrieb, treibt den Besucher aber nicht aktiv zur Anfrage. Funktionen, die wirklich Anfragen bringen, etwa ein geführter Anfrage-Prozess oder konsequente lokale Optimierung, sind oft nicht dabei oder kosten extra.
Hier zahlst du für Optik und sauberes Handwerk an der Seite, aber nicht automatisch für Ergebnisse. Das ist nicht schlecht, du solltest nur wissen, was du bekommst. Frag deshalb immer nach, ob die Seite auf Anfragen ausgelegt ist oder ob sie vor allem gut aussehen soll.
3. Auf Anfragen gebaut
Hier geht es nicht zuerst um Optik, sondern um Ergebnis. Klare Handlungsaufforderungen, ein geführter Anfrage-Funnel, lokale Sichtbarkeit bei Google, schnelle Bedienung am Handy, sichtbare Referenzen und Vertrauen. Jedes Element hat eine Aufgabe: aus einem Besucher eine Anfrage machen. Nichts steht zufällig da.
Diese Seiten kosten mehr als ein Baukasten. Sie rechnen sich aber über die Aufträge, die sie bringen, und genau darum geht es. Eine Website ist in dieser Klasse keine Ausgabe für Schönheit, sondern eine Investition in neue Kunden, die du dir an anderer Stelle teuer erkaufen müsstest, etwa über Werbung.
Was den Preis wirklich bestimmt
Egal in welcher Klasse, am Ende setzt sich der Preis aus denselben Faktoren zusammen. Wenn du diese kennst, kannst du jedes Angebot besser einschätzen.
- Umfang: Wie viele Seiten und wie viel Inhalt. Eine Startseite ist schneller gebaut als eine Seite mit zehn Leistungs-Unterseiten und mehreren Standortseiten.
- Funktionen: Ein Konfigurator, eine Online-Terminbuchung oder ein mehrstufiger Anfrage-Funnel sind mehr Aufwand als ein einfaches Kontaktformular, bringen aber auch deutlich mehr und vor allem bessere Anfragen.
- Texte und Bilder: Hast du gute Fotos deiner Projekte und fertige Texte, oder müssen die erst entstehen? Inhalte sind oft der unterschätzte Posten, und schlechte Inhalte kosten dich später Anfragen.
- Lokale Sichtbarkeit: Sollst du in deiner Region bei Google gefunden werden, gehört Suchmaschinen-Optimierung dazu, idealerweise mit eigenen Seiten je Stadt oder Gewerk.
- Individualität: Eine maßgeschneiderte Seite, die zu deinem Betrieb passt, ist aufwendiger als eine Vorlage, hebt dich aber klar vom Wettbewerb ab, der oft dieselben Baukasten-Designs nutzt.
- Betreuung: Wirst du nach dem Start allein gelassen, oder gibt es einen Ansprechpartner, der Aenderungen umsetzt und die Seite weiterentwickelt? Laufende Betreuung kostet, spart dir aber Nerven.
Einmalige und laufende Kosten
Beim Thema Preis werden oft zwei Dinge vermischt: die einmaligen Kosten für den Bau der Seite und die laufenden Kosten für den Betrieb. Beides solltest du getrennt betrachten.
Einmalig ist die Erstellung: Konzept, Design, Texte, Programmierung, Einrichtung. Laufend kommen Domain und Hosting dazu, ein SSL-Zertifikat für die sichere Verbindung sowie die Pflege, wenn sich Leistungen, Preise oder Texte ändern. Diese laufenden Posten sind meist überschaubar, sollten aber von Anfang an klar besprochen sein, damit es später keine Überraschungen gibt. Frag deshalb immer: Was kostet die Seite einmalig, und was kommt pro Jahr dazu?
Selber machen oder machen lassen?
Viele Handwerker überlegen, die Seite selbst zu bauen, um Geld zu sparen. Das kann funktionieren, wenn du Zeit, Spaß daran und ein Auge für Gestaltung hast. Ehrlich gesagt ist beides bei den meisten Betrieben knapp.
Rechne einmal nach: Wie viele Stunden brauchst du, um dich in einen Baukasten einzuarbeiten, Texte zu schreiben, Bilder zu sortieren und alles so hinzubekommen, dass es professionell wirkt? Und was ist diese Zeit wert, wenn du sie stattdessen auf der Baustelle oder beim Kunden verbringst? Oft ist die selbst gebaute Seite am Ende nicht billiger, sie ist nur anders bezahlt, nämlich mit deiner Arbeitszeit und mit einem Ergebnis, das selten so überzeugt wie eine professionell gebaute Seite.
Die ehrliche Faustregel: Mach das selbst, was du am besten kannst, dein Handwerk. Und lass das machen, was andere am besten können. Eine Website, die Anfragen bringt, ist ein eigenes Handwerk.
Worauf du bei einem Angebot achten solltest
Wenn du Angebote vergleichst, schau nicht nur auf die Zahl unten rechts. Diese Punkte sagen dir mehr über die Qualität als der Preis allein:
- Ist klar beschrieben, was die Seite leisten soll, oder steht da nur Website erstellen?
- Sind Texte und Bilder im Preis enthalten oder kommen die noch dazu?
- Ist die Seite für das Handy optimiert und schnell?
- Gehört lokale Suchmaschinen-Optimierung dazu?
- Was kostet die laufende Pflege, und wie schnell werden Aenderungen umgesetzt?
- Wem gehört die Seite und die Domain am Ende, dir oder der Agentur?
- Gibt es einen festen Ansprechpartner, oder landest du in einer Hotline?
Ein gutes Angebot beantwortet diese Fragen von selbst. Musst du allem hinterherfragen, sagt das schon viel über die spätere Zusammenarbeit.
Was eine billige Seite wirklich kostet
Die günstigste Seite ist nicht die, die am wenigsten kostet, sondern die, die am meisten bringt. Eine Seite für ein paar hundert Euro, die keine einzige Anfrage liefert, ist teuer, weil sie nichts zurückgibt. Jeder Monat, in dem ein potenzieller Kunde deinen Wettbewerber findet statt dich, ist ein verlorener Auftrag. Das taucht in keiner Rechnung auf, kostet dich aber echtes Geld.
Umgekehrt ist eine etwas teurere Seite, die regelmäßig Anfragen bringt, in Wahrheit die günstigste Lösung, weil sie sich selbst bezahlt und danach Gewinn abwirft. Den wahren Preis einer Website erkennst du also nicht an der Rechnung, sondern an dem, was am Ende des Jahres an Aufträgen übrig bleibt.
Die wichtigere Frage
Frag also nicht zuerst, was eine Website kostet. Frag, was sie dir bringt. Rechne nicht in Kosten, rechne in Aufträgen.
Ein einfaches Beispiel: Angenommen, ein durchschnittlicher Auftrag bringt dir ein paar tausend Euro Umsatz. Dann muss eine Website nicht viele Anfragen erzeugen, um sich zu rechnen, oft genügen ein, zwei zusätzliche Aufträge im Jahr, und die Seite hat sich bezahlt gemacht. Alles, was danach kommt, ist Gewinn. So betrachtet ist die Frage nicht, ob du dir eine gute Seite leisten kannst, sondern ob du es dir leisten kannst, weiter ohne dazustehen, während der Wettbewerb online sichtbar ist.
Häufige Fragen
Was kostet eine Website für Handwerker ungefähr?
Eine Pauschale gibt es nicht. Ein Baukasten-Abo kostet im Monat wenig, eine individuelle Seite mit Anfrage-Funnel und lokaler Optimierung deutlich mehr. Entscheidend ist nicht der Preis allein, sondern das Verhältnis aus Kosten und den Aufträgen, die die Seite bringt.
Was kostet eine Website pro Jahr an laufenden Kosten?
Laufend fallen Domain, Hosting und meist ein SSL-Zertifikat an, dazu die Pflege bei Aenderungen. Diese Posten sind in der Regel überschaubar und sollten von Anfang an klar im Angebot stehen.
Ist eine Website steuerlich absetzbar?
In der Regel sind die Kosten für eine geschäftlich genutzte Website Betriebsausgaben und damit steuerlich absetzbar. Wie genau das in deinem Fall verbucht wird, klärst du am besten mit deinem Steuerberater.
Lohnt sich eine eigene Website neben dem Google-Profil?
Ja. Das Google-Unternehmensprofil bringt dich in die Karte, aber die eigene Website ist der Ort, an dem du Vertrauen aufbaust, deine Projekte zeigst und die Anfrage steuerst. Beides zusammen wirkt am stärksten.
Wie lange dauert es, bis eine Handwerker-Website fertig ist?
Das hängt vom Umfang und davon ab, wie schnell Texte und Bilder vorliegen. Eine fokussierte Seite ist oft in wenigen Wochen online. Den genauen Zeitplan legt man am Anfang gemeinsam fest.
So machen wir es
Du bekommst zuerst einen fertigen, individuellen Vorschlag und eine ehrliche Beratung, welches Ziel sich wie erreichen lässt, ob mehr Anfragen, bestimmte Aufträge oder neue Mitarbeiter. Erst wenn dich das überzeugt, reden wir über alles Weitere. Dein Risiko: null.
Bei Meisterauftritt bekommst du zuerst einen kostenlosen, individuellen Vorschlag, bevor über Geld gesprochen wird. Ich sehe mir deinen Betrieb persönlich an, kein KI-Tool, und du siehst, wie deine neue Seite aussehen könnte. Erst wenn dir die Richtung gefällt, reden wir über den Rest.
Ein Beispiel, wie so etwas für ein konkretes Gewerk aussieht, findest du auf unserer Seite für Zaunbauer in Niederbayern. Wenn du wissen willst, was für deinen Betrieb sinnvoll ist, fordere einfach einen kostenlosen Vorschlag an, unverbindlich und ohne Risiko.